Funsport Snowboard

Der Ursprung des Schneebretts reicht weiter in die Vergangenheit zurück als man sich vielleicht denken würde. Genau genommen wurde es sogar schon im Jahre 1900 von einem Österreicher namens Toni Lenhardt erfunden. Damals verwendete man für diesen Wintersport natürlich noch einfachere Materialien wie Holzspanplatten, auf welchen man mit Wäscheleinen Gurte befestigte! Diese Konstruktion nannte man Monogleiter. Danach folgte allerdings noch eine lange Entwicklungsphase.

Einer der wichtigsten Männer in der Entwicklung des Snowboards war seit Anfang der 60er Jahre der Wellenreiter Jake Burton, der zusammen mit seinem Freund und späterem Konkurrenten Tom Sims im Winter auf Schnee surfen ging – und zwar auf alten Türen! Durch das Wortspiel von Snow und Surfen nannten sie das heutige Snowboard simpel: Snurfer. Etwa 10 Jahre später entwickelte Jake Burton die erste richtige Bindung mit verstellbaren Schlaufen und festem Halt, wobei sie allerdings noch weitere 10 Jahre in Wanderschuhen fuhren.

Seit 1998 ist Snowboard eine olympische Kategorie

Seit 1998 ist Snowboard eine olympische Kategorie

Im Jahre 1977 begann Burton als erster mit der eigentlichen Snowboard-Produktion, wobei der Erfolg aufgrund zu hoher Preise anfangs noch etwas auf sich warten ließ. Immerhin sprechen wir hier von einem „Wucherpreis” von sage und schreibe knappen 90$! Erst als Tom Sims ein leichteres und nur halb so teures Snowboard entwickelte, begannen 1985 die ersten Amerikaner meist heimlich und nachts zu snurfen. Doch dann kam der erste große Snowboard-Film von Warren Miller heraus und begeisterte viele neue Boarder-Fans. Dieses Jahr war überhaupt ein großes Jahr für das Snowboard: Es wurde serienmäßige Stahlkanten gefertigt, die heutigen Softboots erfunden und es fanden die ersten europäischen Wettbewerbe und Halfpipe Contests statt. Ab 1988 durften die Snowboarder endlich auf öffentlichen Pisten fahren, es gab die ersten 3 Weltmeisterschaften und 1998 zogen die Snowboarder bei Olympia ein. Seitdem fahren sie in der Kategorie Ski bei den Winterspielen mit.

Heutzutage schwört jeder Snowboarder auf sein Brett und findet seine Kategorie am coolsten. Dabei gibt es inzwischen so viele Snowboards, dass sich nur noch die Pros damit auskennen können. Die wichtigsten sind das lange asymmetrische Race-Board (1984 entwickelt von der ersten europäischen Firma Hooger Booger), das kurze Freestyle-Board für die Halfpipe (1985 von Tom Sims), das Freeride-Board zum Tiefschneefahren und das unterschiedlich breit taillierte Carving-Board.
Außerdem gibt es noch: Longboard, Swallowtail, Alpin-Board, Tandemsnowboard, Allround-Board, Splitboard, Rocker, Snowkites, Jib-Boards, das Swingbo und Snow-Skates.

Heutzutage sind Snowboarder ein gewohnter Anblick auf allen Pisten und in jedem Wintersportparadies ebenso zu Hause wie die Skifahrer und Rodler.

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